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Luzid & Nirgendwann - "Maschine"
Luzid & Nirgendwann - "Maschine"

20210722


Songtext: Maschine
von Luzid & Nirgendwann

Zwei Schritte auf der Straße und ich spüre den Hass
Was wir sind und was wir glauben ist aus Lügen gemacht 
Überall nur Menschen, die funktionieren und kaufen 
Alles scheint egal, nur der Fernseher muss laufen 
Und die Medien sie verändern uns, habt ihr das nicht kapiert
Durch Hollywood und Werbung werden wir programmiert 
Was ist der Hungertod von vierundzwanzigtausend Menschen am Tag 
Opfer muss man nun mal bring', so stehts im Vertrag
Damit das Geld bleibt wo es ist und der Luxus niemals geht 
Für 'nen kleinen Anteil Menschen auf 'nem riesigen Planet 
Abgestumpft und resigniert - so ist der neue Mensch
Kein Dichter oder Denker, nur noch schlichter Konsument
Alles Schlechte zu verdräng' bleibt am Ende eure Lösung 
Aus den Augen aus dem Sinn, red' dir einfach alles schön 
Und lass den Dingen ihren Lauf, es wird sich wer drum kümmern 
Und irgendwann liegt alles hier in Trümmern

Du tust mir weh, weil du weißt, dass es einfacher geht 
Und der Wind sich nicht dreht
Wenn Profit über Menschlichkeit steht

An der Spitze der Regierung, stehen die Puppen stramm
Marionetten der Konzerne oder Sklaven einer Bank 
So viel Blut an jeder Hand, aber Scheine im Tresor
Durch dicke Panzerwände dring' die Schreie nicht ans Ohr 
Der Opfer, die sie fordern, die Waffen der Fabriken 
Aus unser'm großen Land, das sich einsetzt für den Frieden 
Und die Häuser werden größer, das Internet wird schneller
Und trotzdem hat nicht jedes Kind sein Essen auf dem Teller 
Ich seh' überall nur Heuchler und ein Prinzip
Hilfe bekommt der, bei dem es was zu holen gibt 
Immer ist's das selbe Lied, gibt's im Osten wieder Krieg 
Ja dann kommt der reiche Mann und er bringt Demokratie 
Denn da gibt's was zu verdien', die Kalashnikov, sie schießt 
Solange bis das schwarze Gold in eine Richtung fließt
Sind ein eingespieltes Team, wenn's um Kohle machen geht
Aber geht's drum was zu geben, dann hat keiner was gesehen

Du tust mir weh, weil du weißt, dass es einfacher geht 
Und der Wind sich nicht dreht
Wenn Profit über Menschlichkeit steht

Da fallen Bomben auf Familien, was hab ich damit am Hut
Hab die GEZ gezahlt und meinem Häuschen geht es gut
Da schmelzen Träume in der Glut, ein Mensch vergeht zu Rauch
Um 20.15 Sendezeit beim Spielfilm auf der Couch
Da fallen Wälder jeden Tag, so groß wie eine Stadt 
Auf's Ikea Mobiliar gabs 'nen saftigen Rabatt
Würd gern schlafen in der Nacht, aber wie komm ich zu Ruh 
So viel Scheiße auf der Welt und noch viel mehr kommt auf uns zu 
Wär so gerne mehr wie du, es nehmen wie es ist 
Ein Mensch wie jeder andere, der sieht und dann vergisst 
Irgendwann hab ich den Mut, dann geh ich einfach weg 
Weg von diesem Ort, an einen weit entfernten Fleck 
Ohne Sorgen, ohne Streit, ohne Menschen, ohne Leid 
Wo niemand etwas nimmt, muss auch niemand was verzeihen 
Doch bis dahin bleib ich hier und schreibe alles auf
Um mich dran zu erinnern, das man Werte nicht verkauft

4x:
Ob Hunger oder Krieg, ein ungestillter Trieb
Macht Menschen zu Maschinen, mit der Aussicht auf Profit