1. Brainstorming der Begriffe
Sammle Wörter, Gedanken, Fakten, sonstige Informationen und bereits erste Wortgruppen zu dem Thema, das du dir ausgesucht hast. Überlege dir auch, welche Emotionen du mit dem Thema verbindest und was du bei den Zuhörer*innen an Gefühlen auslösen möchtest.
2. Erste Zeilen formulieren
Denk dir eine Story aus. Was willst du mitteilen? Möchtest du in abstrakten Bildern bleiben oder möchtest du eine Geschichte erzählen? Möchtest du vor allem mit Fakten informieren, oder möchtest du mit deinen Worten vor allem Gefühle wecken? Bilde Wortgruppen und Sätze aus den gesammelten Begriffen, die die Zeilen deiner Strophen und deines Refrains werden können.
3. Finde eine Form
Die Standardform, bei der sich Strophe und Refrain abwechseln, kennst du wahrscheinlich von vielen Popsongs:
- Verse (= Strophe, in der Spannung aufgebaut wird)
- Chorus (= Refrain, der die Hauptaussage enthält)
- Verse 2 (wieder Spannung)
- Chorus
- evtl. Bridge bzw. C-Teil (= Zwischenteil, der zum Chorus überleitet)
- Chorus
- Chorus
Künstlerische Freiheit
Langweilig? Kompliziert? Zum Glück gibt es „künstlerische Freiheit“, so dass du die Form so verändern kannst, wie sie dir am besten gefällt. Viele erfolgreiche Songtexte halten sich überhaupt nicht an diese Form. Am besten schreibst du einfach drauf los und ordnest dann die einzelnen Textteile bestimmten Formelementen zu, zum Beispiel: „Könnte das der Refrain werden? Oder ist das meine erste Strophe?“ Schau dir auch an, wie Texte aufgebaut sind, die dir gefallen. Sich in die Lage der jeweiligen Künstler*in zu versetzen, kann für das eigene Schreiben inspirierend sein.
4. Teamwork
Gemeinsam ist man oft noch kreativer. Such dir Menschen, mit denen du zusammen am Text feilen kannst. Hol dir aber auf jeden Fall Feedback ein. Stelle deinen Text oder erste Elemente anderen Menschen vor. Frage sie, was sie dabei empfinden. Eine starke emotionale Reaktion auf einen Text ist meist ein gutes Zeichen.
5. Reime finden
Du findest keinen tollen Reim auf „Welt“? Dann hilft dir zum Beispiel ein Reimlexikon weiter. Wenn du auf ein wichtiges Wort keinen Reim findest, kannst du auch nach alternativen Wörtern mit ähnlicher Bedeutung suchen. Oder frage die KI nach Ideen für Reimwörter oder Assoziationen zu einzelnen Begriffen. So kannst du dich weiter inspirieren lassen.
6. Übung macht dich besser
Auch wenn das Verfassen von Songtexten mit Inspiration und Emotionen zu tun hat, so ist es auch Handwerk. Jeder Songtexte, den du schreibst, macht dich besser. Auch erfolgreiche Künstler*innen haben zahlreiche Texte geschrieben und wieder verworfen. Also bleib dran und sieh jeden Text auch als Übung für den nächsten Text an. Nimm dir Zeit, den Text zu entwickeln. Mehrere Tage, mit großen Abständen dazwischen, sind nicht selten.
7. Weitere Unterstützung
- Ein Reimlexikon auf Deutsch
- Ein englischsprachiges Reimlexikon
- In diesem Online-Thesaurus kannst du Synonyme finden
- Auf dieser Seite erhältst du weitere Tipps für deinen Einstieg ins Songwriting
- Auch diese Webseite bietet Unterstützung bei den ersten Schritten
- In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie du noch bessere Songtexte schreiben kannst